Aus der Praxis

Mit Fervour sind wir auf dem richtigen Weg

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Auch in Deutschland machen positive Berichte über die neue, ToBRFV-resistente Tomatenunterlage Fervour die Runde. Die Knodt GmbH hat ihre gesamte Tomatenfläche auf einen Schlag auf die neue Unterlage umgestellt. Justus Knodt teilt seine ersten Eindrücke: „Es ist eine anspruchsvolle Saison. Aber wir sind auf dem richtigen Weg.“

An zwei Standorten in Sonsbeck und Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen) kultiviert die Knodt GmbH auf insgesamt 15 ha Gewächshausfläche Tomaten und Paprika. Die Tomatenproduktion (9,4 ha) umfasst hauptsächlich Cherrytomaten (sowohl lose als auch an der Rispe) sowie einen kleinen Anteil an Cocktailtomaten. Der Vertrieb erfolgt über die Erzeugergenossenschaft Landfrisch AG. Das Unternehmen setzt auf nachhaltige Anbaumethoden und erfüllt höchste Standards bei der Lebensmittelsicherheit.

Die Knodt GmbH ist als hochinnovativer Betrieb bekannt: Angebaut wird auf torffreiem Substrat, geheizt mit erneuerbaren Energien. Beide Standorte nutzen autonome Erntewagen sowie ein KI-basiertes Ertragsprognosemodell, das auf Kamerabildern basiert.

Bessere Balance
Bei der Wahl der Tomatenunterlagen verfolgt die Knodt GmbH neue Entwicklungen sehr aufmerksam. In diesem Jahr wurde die gesamte Tomatenkultur auf die Syngenta-Unterlage Fervour umgestellt. Justus Knodt, der den Familienbetrieb in vierter Generation führt, erklärt die Beweggründe und die bisherigen Ergebnisse: „Eine unserer Sorten zeigte auf der bisherigen Unterlage ein zu stark vegetatives Wachstum. Wir haben daher nach einer Unterlage gesucht, die eine bessere Balance zwischen vegetativem und generativem Wachstum sichert. Unser Syngenta-Ansprechpartner Peter Colbers hat uns daraufhin Fervour vorgestellt. Die Sorteneigenschaften überzeugten uns mehr als die unserer alten Unterlage. Neben der Generativität haben uns besonders die Wuchskraft und die Stresstoleranz von Fervour angesprochen. Die Versuchsergebnisse und der Erfahrungsaustausch mit anderen Anbauern, den Peter vermittelt hat, haben uns letztlich überzeugt.“

Eine herausfordernde Saison
Nach rund zwei Dritteln der Saison zieht Justus Knodt eine erste, differenzierte Bilanz: „Insgesamt steht der Bestand sehr gut und homogen da. Die Pflanzenbalance stimmt und wir verzeichnen ein kontinuierliches Wachstum. Die Kultur scheint sehr stressresistent zu sein. Dennoch ist es eine herausfordernde Saison. Wir hatten hier mehrfach Temperaturen von fast 40 Grad – das sind nicht gerade Idealbedingungen für die Hummelbestäubung. Aber bis jetzt hält Fervour absolut, was sie verspricht.“