Aus der Praxis

Bremia auf der Überholspur

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Im Gemüseanbau zählt Mehltau zu den weltweit, häufigsten Pilzkrankheiten und insbesondere der Falsche Mehltau (Bremia lactucae) im Salat kann sich sehr schnell ausbreiten und ganze Bestände vernichten.

 

Die hohe Anzahl an regional, sehr unterschiedlich auftretenden Bremia-Rassen, sowie deren sehr schnelle Weiterentwicklung erschwert dabei die Bekämpfung und Eindämmung. In 2023 wurden im Feld teils unerwartete Befälle mit Falschem Mehltau beobachtet, die deutliche Ertragsverluste verursachten. Das Bedürfnis bei Anbauern, Händlern und Beratern nach Anbau- bzw. Empfehlungssicherheit ist dadurch enorm gewachsen. 

Für die bevorstehende Saison 2024 rückt angesichts dieser Herausforderungen die richtige Sortenwahl, neben der Bestandesführung mit geeigneten Schutz- und Hygienemaßnahmen, stärker in den Fokus. Denn die Wahl der richtigen Sorten kann das Risiko eines Mehltau-Befalls deutlich reduzieren.

In der vom falschen Mehltau geprägten Saison 2023 haben sich die Eissalatsorten Ice Country und Ice Wave von Syngenta unter den sehr schwierigen Bedingungen bewährt. Beide Sorten zeigten durch ihre exzellenten Resistenzpakete keine Symptome gegenüber den vorherrschenden Bremia-Rassen.

Ice Country zeichnet sich als Frühjahrssorte durch ihre hohe Ertrags- und Anbausicherheit im Feld aus und kann testweise auch im Herbst angebaut werden. Sie ist eine wüchsige und großfallende Sorte mit der derzeit besten Innenbrand-Toleranz, die schnell ihr Marktgewicht erreicht und ein gutes Erntefenster bietet.

Im Sommer empfiehlt sich der Anbau von Ice Wave. Diese Sorte punktet mit ihrer hervorragenden Gleichmäßigkeit im Feld sowie die hohe Innenbrand-Toleranz. Ice Wave ist eine sehr gesunde Sorte mit hohen Abernteraten und garantiert eine einfache und schnelle Verpackung sowie Ernte aufgrund der perfekten Kopfform – flachrund, geschlossene Unterseite, flache Rippen und ein weit übergreifendes Deckblatt.

Für eine effektive Bekämpfung des Falschen Mehltaus ist es wichtig, dass Anbauer, Berater und Züchter eng Zusammenarbeiten und die zur Verfügung stehenden Pflanzenbaumaßnahmen ausgeschöpft werden.


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