Pfälzer Feldtag 2026: Gemüsevielfalt und Innovation im Praxistest
Rund 350 Gäste informierten sich in Schifferstadt über aktuelle Sorten, neue Resistenzen und zukunftsweisende Lösungen für den Gemüsebau.
Am 10. September 2026 wurde Schifferstadt erneut zum Treffpunkt der Gemüsebaubranche: 350 Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzten den Pfälzer Feldtag, um sich direkt im Feld über das aktuelle Syngenta-Sortiment und neue Entwicklungen zu informieren.
Im Mittelpunkt standen der persönliche Austausch und die Frage, wie moderne Sorten den Gemüsebau bei steigenden Anforderungen an Ertrag, Qualität, Widerstandsfähigkeit und effiziente Arbeitsabläufe unterstützen können. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Pflanzenschutz präsentierte das Syngenta-Team dazu praxisnahe Ansätze vom Saatgut bis zum integrierten Pflanzenschutz.
Blumenkohl: neue Antworten auf die Kohlhernie
Ein Schwerpunkt des Feldtages lag auf dem Blumenkohl-Sortiment. Die verschiedenen Sorten und Pflanztermine ermöglichten den Gästen einen direkten Vergleich unter Praxisbedingungen.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die neue Sorte Cleowin (SGC31330). Sie ergänzt das bewährte Clarina-Segment und verfügt über eine weiterentwickelte Kohlhernieresistenz gegen die Erregerstämme Pb:0–3 einschließlich Pb:2. Damit bietet sie einen erweiterten Schutz, auch wenn bisherige Resistenzen an ihre Grenzen kommen.
Weitere Sortenneuheiten unterstrichen die Vielfalt des Portfolios:
- Aragonite (SGC2898) überzeugte mit einer festen, schweren und weißen Blume sowie einer sehr aufrechten Blattstellung.
- Die Neuzüchtung BCAU23-31527 fiel durch ihre hervorragende Weißfärbung auf.
Die Demonstration machte deutlich, wie Sortenwahl und Resistenzmanagement dazu beitragen können, die Ertragssicherheit und Produktqualität im Blumenkohlanbau zu verbessern.
Zucchini: die neue Generation ohne Kompromisse
Auch das Zucchini-Sortiment zählte zu den meistbeachteten Bereichen. Im Fokus standen Ertragspotenzial, arbeitsfreundliche Pflanzenarchitektur, Fruchtqualität und umfassende Resistenzpakete.
Mit Dokos (SCVE22-1815) präsentierte Syngenta eine neue Sorte mit außergewöhnlich hohem Ertragspotenzial, guter Pflanzenarchitektur und einem breiten Virusresistenzpaket. Die dunkelgrünen Früchte und die auf eine effiziente Ernte ausgerichtete Pflanze machen die Sorte für moderne Produktionsabläufe interessant.
Ergänzt wurde das Sortiment unter anderem durch:
- Nimos ND (SCVE22-2028), eine stachelarme Sommer- und Herbstsorte mit Resistenz gegen das New-Delhi-Virus (ToLCNDV).
- Tilos ND (SCVE22-2031), die vom Frühjahr bis in den Herbst eingesetzt werden kann und ebenfalls ein umfangreiches Resistenzpaket einschließlich ToLCNDV besitzt.
- Jolly (CV10580) mit breiter Virusresistenz einschließlich des Marokkanischen Wassermelonen-Mosaikvirus.
- Ermes (CV12762), eine stachelarme Sorte mit Resistenz gegen das Papaya-Ringflecken-Virus.
- SCVE24-4339, ein neuer Rhodos-Typ mit guter Virusresistenz und vielversprechender Mehltautoleranz.
Die vorgestellte Generation kombiniert damit breite Resistenzpakete mit hoher Produktivität, einer arbeitsfreundlichen Pflanzenarchitektur und marktgerechten Früchten.
Zwiebel: Pongo – leistungsstark bis ins Lager
Ein weiteres Highlight des Pfälzer Feldtages war die neue Zwiebelsorte Pongo (SG8423). Der mittelspäte Typ vereint die Stärken spanischer und amerikanischer Genetik und eignet sich besonders für den Anbau in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Pongo überzeugt zudem mit einer hervorragenden Lagerfähigkeit bis Februar. Damit ergänzt die Sorte das Syngenta-Portfolio um eine leistungsstarke Option für die mittelspäte Produktion und anschließende Lagerung.
Ab 2027 wird das gesamte Zwiebelsortiment von Syngenta mit Epivio® Energy ausgeliefert. Die Saatgutbehandlung unterstützt die Pflanzen bereits während der Jugendentwicklung und fördert einen guten Start in die Anbausaison.
Austausch, der in Erinnerung bleibt
Neben Blumenkohl und Zucchini bot das Demofeld einen umfassenden Einblick in viele weitere Kulturen – von Brokkoli, Kopfkohl und Salaten über Zwiebeln und Radies bis hin zu Bohnen und Zuckermais.
Getragen wurde die Veranstaltung jedoch vor allem vom direkten Dialog im Feld: Die zahlreichen Fachgespräche machten den Pfälzer Feldtag erneut zu einer unverzichtbaren Plattform für die Praxis.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Besucherinnen, Besuchern und Mitwirkenden für das große Interesse, die offenen Diskussionen und einen rundum gelungenen Tag.
Ihr Syngenta Gemüseteam
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